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04.09.2015, 16:15 Uhr | Werner Braukmann
WAL und Grüne Jugend unterstützen Thomas Schöne
Schwarz und Grün - geht das zusammen? Kann eine Kooperation der "alten Erzfeinde" auf Dauer gutgehen? Diese Frage war im Zusammenhang der Kandidatensuche der letzten Monate durchgängig Thema bei Sitzungen der grünennahen "Warsteiner Liste" und spielte nochmal eine Rolle bei einer außerordentlichen öffentlichen Veranstaltung der WAL vergangene Woche in der "Waldwirtschaft", bei der sich der Bürgermeisterkandidat der CDU, Thomas Schöne, vorstellte.
Warstein - Die Veranstaltung war mit über 40 Teilnehmern überraschend gut besucht. Eingangs machte WAL-Vorsitzender Braukmann deutlich, was die Liste bewogen hatte, auf einen eigenen Kandidaten bzw. eine eigene Kandidatin zu verzichten und sich  für den "neuen Mann und Quereinsteiger" auszusprechen. "Bei allen, auch strittigen Fragen muss es doch in der krisenhaften Situation unserer Stadt die vordringliche Aufgabe sein, auf parteipolitische Eitelkeiten zu verzichten. Und es ist wichtig, dass wir endlich eine tatkräftige, dynamische Rathausleitung bekommen, die Warsteins Interessen entschlossen und auch überörtlich vertritt!" Daher das Votum für Schöne.  Es ging der WAL darum, sich für diesen Kandidaten schon im Vorfeld auszusprechen, als die CDU sich noch nicht einig war und die anderen Gruppen noch keine Kandidaten aufgestellt hatten. Es gab viele Gespräche und man entdeckte große Gemeinsamkeiten. Braukmann: "Früher gab es, gerade zwischen CDU und WAL, große, scharfe Gegensätze. Aber die immer schwierigere Lage der Kommunen hat Alternativen in der lokalen Politik schrumpfen und damit auch die Gegensätze zwischen den politischen Parteien und Wählergemeinschaften geringer werden lassen." Die Themen, die an diesem Abend im Bilsteintal zur Sprache kamen, drehten sich im Wesentlichen um die Frage der Entwicklungschancen unserer Stadt, etwa: wie der Abwanderung und dem Pessimismus begegnet und wie die Lebensqualität der Stadt gehoben werden könne, wie man die Vorteile Warsteins herausstellen und "effektiver verkaufen" könne, wie die Verwaltung sich der Bevölkerung besser öffnen und mehr Vertrauen aufbauen könne, wie man stärker zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern die örtlichen Verhältnisse steuert. "Große Erwartungen an den Kandidaten!", so fasste ein Diskussionsteilnehmer zusammen. Und der Kandidat machte sich stark für Kreativität in den Problemlösungen und unkonventionelle Vorgehensweisen. Obwohl am Rande noch ein wenig Skepsis gegenüber dem Projekt Schwarz/Grün anklang, waren doch insgesamt die alten Konfliktlinien nicht mehr zu auszumachen. Schöne: "Die Zeit der ideologischen Grabenkämpfe ist vorbei."

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